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Kredit für Gründer:innen: Antragstellung, Kosten und Alternativen

Du brauchst Kapital für deine Gründung? Hier erfährst du alles zu Kreditarten, Antrag, Zinsen, Laufzeiten und Alternativen zum Gründerkredit.

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Antonia Lüdeke

06.08.2026

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  • Ein Gründerkredit ist eine Fremdfinanzierung ohne Abgabe von Anteilen. Zur Auswahl stehen Hausbankkredit, Online-Kredit, Förderkredit und Mikrokredit, die sich in Anbieter und Zielgruppe unterscheiden.
  • Einen Gründerkredit zu bekommen ist anspruchsvoller als für etablierte Firmen. Kreditgeber verlangen meist Businessplan, Finanz- und Kapitalbedarfsplan, Nachweise zur Person, Bonitätsnachweise und Sicherheiten.
  • Die beste Bank gibt es nicht pauschal, doch die Hausbank ist zentrale Anlaufstelle, da Förderkredite über sie laufen. Auch ohne Eigenkapital ist eine Finanzierung möglich, etwa über das KfW-StartGeld.
  • Die Kredithöhe reicht von wenigen tausend Euro bis 25 Millionen Euro, die Zinsen liegen meist zwischen 4 % und 8 %, und die Laufzeiten betragen üblicherweise zwei bis zehn Jahre.
  • Neben Krediten gibt es Zuschüsse wie Gründungszuschuss oder EXIST-Stipendium sowie Alternativen wie Forschungszulage, Venture Capital, Business Angels, Crowdfunding und Bootstrapping.

Was ist ein Kredit für Gründer:innen?

Ein Gründungskredit ist eine Form der Fremdfinanzierung, mit der du den Kapitalbedarf für den Start oder Ausbau deines Unternehmens deckst. Du erhältst von einer Bank oder einem Förderinstitut eine festgelegte Summe, die du inklusive Zinsen über eine vereinbarte Laufzeit zurückzahlst. 

Anders als bei Beteiligungskapital gibst du dabei keine Unternehmensanteile ab und behältst die volle Kontrolle über dein Business. Gründungskredite unterscheiden sich vor allem darin, wer sie vergibt und an welche Zielgruppe sie sich richten.

Kredit bei der Hausbank

Der klassische Weg führt über die eigene Hausbank oder eine Filialbank vor Ort. Der große Vorteil liegt in der persönlichen Beratung: Du hast eine feste Ansprechperson, die dein Vorhaben kennt und dich individuell begleitet. Die Hausbank spielt außerdem eine zentrale Rolle, weil viele weitere Finanzierungsformen über sie beantragt werden. 

Vergeben wird der Kredit aus dem eigenen Kapital der Bank, die dafür das volle Ausfallrisiko trägt. Entsprechend gründlich fällt die Prüfung aus. Für Gründer:innen ist die Hausbank oft die erste Anlaufstelle, wenn es um eine langfristige und persönliche Finanzierungsbeziehung geht.

Online-Kredit

Online-Kredite werden vollständig digital über Direktbanken oder spezialisierte Kreditplattformen abgewickelt. Der Antrag läuft schnell und papierlos, oft erhältst du innerhalb weniger Stunden oder Tage eine Zusage. Das macht diese Variante besonders attraktiv, wenn es unkompliziert und zügig gehen soll. 

Da Direktbanken keine Filialen unterhalten, sind die Verwaltungskosten geringer, was sich in den Konditionen bemerkbar machen kann. Im Gegenzug entfällt die persönliche Beratung weitgehend, und die Kreditentscheidung basiert stark auf automatisierten Prüfverfahren. Online-Kredite sind damit vor allem für Gründer:innen interessant, die einen standardisierten Finanzierungsbedarf haben und den digitalen Weg bevorzugen.

Förderkredit

Förderkredite werden von staatlichen Förderbanken wie der KfW oder den Landesförderinstituten vergeben. Sie richten sich gezielt an Gründer:innen und junge Unternehmen und sollen den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern. Ein bekanntes Beispiel ist der KfW-Gründerkredit. 

Charakteristisch ist, dass der Staat einen Teil des Risikos übernimmt und die Finanzierung dadurch für Kreditgeber attraktiver wird. Beantragt werden Förderkredite in der Regel nicht direkt bei der Förderbank, sondern über deine Hausbank (sogenanntes Hausbankprinzip). Sie zählen zu den beliebtesten Finanzierungsformen für den Unternehmensstart. 

Mikrokredit

Mikrokredite sind kleinere Darlehen, die sich meist im Bereich bis 25.000 Euro bewegen. Sie richten sich vor allem an Kleinstunternehmen, Solo-Selbstständige und Gründer:innen, die nur einen geringen Kapitalbedarf haben oder bei klassischen Banken schwer an einen Kredit kommen. 

Vergeben werden sie häufig über den Mikrokreditfonds Deutschland durch akkreditierte Mikrofinanzinstitute. Der Zugang ist auch ohne umfangreiche Sicherheiten möglich, und die Antragstellung ist vergleichsweise unkompliziert. Damit füllen Mikrokredite eine Lücke für alle, die über klassische Wege keine oder nur schwer eine Finanzierung erhalten. Sie können ein sinnvoller Einstieg in die Fremdfinanzierung sein.

Wie schwer ist es, einen Gründerkredit zu bekommen?

Einen Gründerkredit zu bekommen ist möglich, aber oft anspruchsvoller als bei etablierten Unternehmen. Der Grund liegt auf der Hand: Als Gründer:in fehlt dir meist eine Unternehmenshistorie mit belastbaren Zahlen, die Banken zur Einschätzung des Ausfallrisikos heranziehen. Entsprechend gründlich prüfen Kreditgeber dein Vorhaben. 

Deine Chancen steigen deutlich, wenn du ein überzeugendes Konzept und eine gute persönliche Bonität mitbringst. 

Erleichtert wird der Zugang durch Förderkredite, bei denen der Staat einen Teil des Risikos übernimmt und so auch Vorhaben ohne lange Erfolgsbilanz eine faire Chance gibt. Wie gut deine Aussichten konkret sind, hängt am Ende von deiner Vorbereitung und deinem individuellen Profil ab.

Was braucht man für einen Gründerkredit?

Für einen Gründerkredit brauchst du vor allem einen überzeugenden Businessplan, Nachweise zu deiner Person und meist eine Vorstellung zu Sicherheiten. Kreditgeber wollen einschätzen können, ob dein Vorhaben tragfähig ist und du das Darlehen zuverlässig zurückzahlst

Die genauen Anforderungen variieren je nach Bank und Kredithöhe, doch die folgenden Unterlagen und Voraussetzungen werden fast immer verlangt:

  • Businessplan: Das Herzstück deines Antrags. Er beschreibt deine Geschäftsidee, den Markt und deine Strategie und zeigt dem Kreditgeber, dass du dein Vorhaben durchdacht hast.
  • Finanz- und Liquiditätsplan: Eine belastbare Vorschau auf Umsätze, Kosten und Kapitalbedarf. Sie macht deutlich, wie du den Kredit erwirtschaften und fristgerecht zurückzahlen willst.
  • Kapitalbedarfsplan: Eine konkrete Aufstellung, wofür du das Geld benötigst. So erkennt der Kreditgeber, ob die gewünschte Summe zu deinem Vorhaben passt.
  • Nachweise zur Person: Dazu gehören ein Lebenslauf mit deiner fachlichen Qualifikation sowie ein Identitätsnachweis. Sie belegen, dass du dein Geschäft kompetent führen kannst.
  • Bonitätsnachweise: Eine SCHUFA-Auskunft und Angaben zu deinen finanziellen Verhältnissen. Sie geben dem Kreditgeber Aufschluss über deine bisherige Zahlungshistorie und Kreditwürdigkeit.
  • Sicherheiten: Vermögenswerte wie Immobilien oder Bürgschaften, die das Ausfallrisiko absichern. Je mehr du bieten kannst, desto besser fallen häufig deine Konditionen aus.

Welche Bank ist die beste für Existenzgründer:innen?

Die beste Bank für Existenzgründer:innen gibt es nicht pauschal, denn welches Institut am besten zu dir passt, hängt von deinem Vorhaben, deinem Kapitalbedarf und deiner persönlichen Situation ab. In den meisten Fällen ist deine Hausbank die zentrale Anlaufstelle, denn Förderkredite wie die der KfW werden nach dem Hausbankprinzip immer über sie beantragt. Entscheidend ist deshalb, eine Bank zu wählen, die:

  • Erfahrung mit Gründungsfinanzierungen und KfW-Anträgen hat
  • dein Vorhaben aktiv begleitet

Hier ist nicht jede Bank gleich gut aufgestellt. Sparkassen und Volksbanken gelten oft als gründerfreundlich, weil sie regional verankert sind und Wert auf persönliche Beratung legen. Direktbanken punkten dagegen mit schnellen, digitalen Prozessen

Unser Tipp: Hol dir mehrere Angebote ein und vergleiche nicht nur die Konditionen, sondern auch die Beratungsqualität. Lehnt deine Hausbank dein Vorhaben ab, kann sich ein Bankwechsel lohnen.

Welche Gründerkredite gibt es ohne Eigenkapital?

Auch ohne Eigenkapital kannst du einen Gründerkredit bekommen, allen voran den ERP-Gründerkredit StartGeld der KfW, der bis zu 100 % deiner Kosten finanziert. Möglich wird das, weil die KfW 80 % des Ausfallrisikos übernimmt und deine Hausbank so leichter zusagt. 

Auch Mikrokredite über den Mikrokreditfonds Deutschland kommen ohne klassische Sicherheiten aus. Überzeugen musst du dennoch: mit einem tragfähigen Businessplan und einer guten persönlichen Bonität.

Wie hoch kann ein Gründerkredit sein?

Die mögliche Höhe eines Gründerkredits reicht von wenigen tausend Euro bis in den Millionenbereich und hängt stark von der gewählten Finanzierungsform ab. 

Bei Mikrokrediten bewegst du dich meist im Bereich bis 25.000 Euro

Beim beliebten ERP-Gründerkredit StartGeld der KfW (Programm 067) kannst du seit Dezember 2025 bis zu 200.000 Euro pro Vorhaben finanzieren, davon maximal 80.000 Euro für Betriebsmittel.

Für größeren Kapitalbedarf greift der ERP-Förderkredit KMU, der bis zu 25 Millionen Euro ermöglicht. 

Welche Summe für dich realistisch ist, richtet sich letztlich nach deinem konkreten Kapitalbedarf, deiner Bonität und den Sicherheiten, die du einbringen kannst.

Wie hoch sind die Zinsen bei einem Gründerkredit?

Die Zinsen für einen Gründerkredit liegen je nach Anbieter, Bonität und Sicherheiten meist zwischen etwa 4 % und 8 % effektivem Jahreszins

Förderkredite sind dabei in der Regel günstiger als klassische Bankdarlehen, weil der Staat sie subventioniert. Beim ERP-Gründerkredit StartGeld der KfW liegt der effektive Jahreszins je nach Bonität und Laufzeit aktuell etwa zwischen 4 % und 7 %. 

Da die KfW 80 % des Ausfallrisikos übernimmt, profitierst du oft von Konditionen ein bis zwei Prozentpunkte unter dem Niveau deiner Hausbank. Den genauen Zinssatz legt die KfW am Tag der Zusage fest, und er bleibt über die gesamte Laufzeit fest vereinbart. Vergleiche vor Abschluss immer mehrere Angebote.

Welche Laufzeiten gibt es bei einem Gründerkredit?

Die Laufzeit eines Gründerkredits liegt je nach Anbieter und Vorhaben meist zwischen zwei und zehn Jahren, bei größeren Investitionen sind teils auch längere Zeiträume möglich

Beim ERP-Gründerkredit StartGeld der KfW kannst du zwischen verschiedenen Laufzeitvarianten wählen, mit einer maximalen Laufzeit von bis zu zehn Jahren und einer Mindestlaufzeit von zwei Jahren. 

Ein besonderer Vorteil sind die tilgungsfreien Anlaufjahre: In den ersten bis zu zwei Jahren zahlst du nur die Zinsen und noch keine Tilgung, was deine Liquidität in der Startphase schont.

Welche Zuschüsse gibt es für Gründer:innen?

Neben Krediten kannst du als Gründer:in auch von Zuschüssen profitieren, die du in der Regel nicht zurückzahlen musst. Die wichtigsten stammen von der Bundesagentur für Arbeit, den Jobcentern und dem Bund und richten sich je nach Programm an unterschiedliche Zielgruppen, etwa Arbeitslose oder wissenschaftliche Gründer:innen. 

Anders als bei einem Darlehen erhältst du hier echtes Zuschusskapital, das deine Liquidität in der Startphase entlastet. Welche Förderung für dich infrage kommt, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Die folgenden Zuschüsse sind besonders relevant:

  • Gründungszuschuss: Für ALG-I-Empfänger:innen mit mindestens 150 Tagen Restanspruch. In den ersten sechs Monaten erhältst du dein bisheriges Arbeitslosengeld plus 300 Euro monatlich, danach für neun weitere Monate 300 Euro zur sozialen Absicherung.
  • Einstiegsgeld: Das Pendant für Bürgergeld-Beziehende, die sich hauptberuflich selbstständig machen. Es wird vom Jobcenter zusätzlich zum Bürgergeld gezahlt, orientiert sich am Regelbedarf und liegt im Ermessen der Sachbearbeitung.
  • EXIST-Gründungsstipendium: Für innovative, wissensbasierte Gründungen aus Hochschulen und Forschung. Je nach Qualifikation gibt es monatlich zwischen 1.000 Euro (Studierende) und 3.000 Euro (Promovierte), plus Sachmittel, Coaching und 150 Euro Kinderzuschlag.
  • Regionale Gründungsstipendien: Viele Bundesländer bieten eigene Programme wie das push!-Stipendium in Hessen. Konditionen, Zielgruppen und Höhe unterscheiden sich stark, weshalb sich ein Blick in die Förderdatenbank des Bundes lohnt.
  • AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein): Kein Zuschuss im klassischen Sinn, aber wertvoll: Die Agentur für Arbeit übernimmt damit die Kosten für Gründungscoachings und -beratungen, oft zu 100 %.

Welche Alternativen gibt es zu Gründerkrediten?

Ein Kredit ist nicht der einzige Weg, deine Gründung zu finanzieren. Je nach Geschäftsmodell, Wachstumsphase und Risikobereitschaft können andere Finanzierungsformen besser passen, oft sogar ohne Rückzahlungsverpflichtung oder Zinsen. 

Von staatlichen Fördermitteln über Beteiligungskapital bis hin zur Finanzierung aus eigener Kraft ist die Bandbreite groß. Welche Alternative die richtige für dich ist, hängt vor allem davon ab, wie kapitalintensiv dein Vorhaben ist und ob du Anteile abgeben möchtest.

Forschungszulage

Wenn dein Unternehmen forscht oder entwickelt, ist die Forschungszulage eine besonders attraktive Alternative, denn hier bekommst du Geld vom Staat zurück, ohne Anteile abzugeben oder etwas zurückzuzahlen. 

Seit 2020 fördert das Forschungszulagengesetz (FZulG) Forschung und Entwicklung unabhängig von Größe, Rechtsform und Branche. Gefördert werden 25 % der förderfähigen Aufwendungen, kleine und mittlere Unternehmen können sogar 35 % beantragen. Anders als bei der klassischen Projektförderung hast du einen Rechtsanspruch, sobald die Voraussetzungen erfüllt sind. 

Das Verfahren ist zweistufig: Zuerst prüft die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) dein Vorhaben, danach beantragst du die Zulage beim Finanzamt. Gerade für junge, innovative Unternehmen ist das ein echter Liquiditätsvorteil.

Du willst die Forschungszulage optimal ausschöpfen? Coup begleitet dich durch den gesamten Prozess: von der Prüfung deiner Vorhaben über den BSFZ-Antrag bis zur Auszahlung. So sicherst du dir unkompliziert die Förderung, die deinem Unternehmen zusteht.

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Venture Capital

Venture Capital (Wagniskapital) ist Beteiligungskapital von spezialisierten Investmentgesellschaften, die in wachstumsstarke Start-ups investieren. Im Gegenzug für ihr Kapital erhalten die Kapitalgeber Unternehmensanteile und damit ein Mitspracherecht. 

Diese Finanzierungsform eignet sich vor allem für skalierbare Geschäftsmodelle mit hohem Wachstumspotenzial, die kurzfristig viel Kapital benötigen, etwa im Tech- oder Deep-Tech-Bereich. 

Der große Vorteil: Du musst das Geld nicht zurückzahlen und profitierst häufig vom Netzwerk und der Erfahrung deiner Investor:innen. Der Preis dafür sind abgegebene Anteile und ein Teil deiner unternehmerischen Kontrolle. VC-Geber:innen erwarten zudem eine überdurchschnittliche Rendite und einen klaren Exit-Plan, was den Druck auf dein Wachstum deutlich erhöht.

Business Angels

Business Angels sind vermögende Privatpersonen, die in der Frühphase in junge Unternehmen investieren, oft dann, wenn klassische Kapitalgeber noch zögern. Neben Kapital bringen sie vor allem ihr Know-how, ihre Branchenerfahrung und ihr Netzwerk ein, weshalb man auch von „smart money“ spricht. 

Anders als Venture-Capital-Gesellschaften investieren Business Angels meist kleinere Summen und ihr eigenes Geld, dafür sind sie oft persönlich stärker eingebunden. Im Gegenzug erhalten sie in der Regel Unternehmensanteile

Diese Finanzierungsform passt besonders gut, wenn du in einer sehr frühen Phase nicht nur Kapital, sondern auch strategische Unterstützung und Türöffner suchst. Ein guter Business Angel kann deine Gründung entscheidend voranbringen und dir wertvolle Kontakte verschaffen.

Crowdfunding

Beim Crowdfunding sammelst du Kapital von einer Vielzahl von Menschen ein, die sich meist über Online-Plattformen an deinem Vorhaben beteiligen. Je nach Modell erhalten deine Unterstützer:innen eine Gegenleistung: beim Reward-based Crowdfunding etwa dein Produkt, beim Crowdinvesting eine finanzielle Beteiligung und beim Crowdlending eine Verzinsung ihres Darlehens. 

Der große Vorteil liegt neben der Finanzierung im Marketingeffekt: Du testest die Nachfrage nach deinem Produkt und baust früh eine Community auf. 

Crowdfunding eignet sich besonders für Konsumprodukte oder Vorhaben mit einer greifbaren, emotionalen Story. Wichtig ist eine überzeugende Kampagne, denn nur wenn du deine Zielsumme erreichst, wird das Geld in vielen Fällen tatsächlich ausgezahlt.

Bootstrapping

Bootstrapping bedeutet, dein Unternehmen aus eigener Kraft zu finanzieren, also mit deinen Ersparnissen und vor allem aus den laufenden Umsätzen. Du verzichtest bewusst auf externes Kapital und wächst so schnell, wie es deine eigenen Mittel erlauben. 

Der größte Vorteil: Du behältst die volle Kontrolle über dein Unternehmen, gibst keine Anteile ab und machst dich von keinem Kapitalgeber abhängig. Im Gegenzug ist dein Wachstum meist langsamer und du trägst das finanzielle Risiko allein. 

Diese Finanzierungsform passt gut zu Geschäftsmodellen mit geringem Kapitalbedarf und schnellen Einnahmen. Viele erfolgreiche Unternehmen sind bootstrapped gestartet und haben externes Kapital erst später und dann aus einer stärkeren Verhandlungsposition aufgenommen.

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