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Digitalisierungsförderung: Diese Programme stehen dir zur Verfügung
Für Digitalisierungsprojekte stehen Unternehmen in Deutschland zahlreiche Förderprogramme von Bund, Ländern und der EU zur Verfügung. Welche das sind, erfährst du hier!
Philip Zimmermann
28.01.2026
Inhalt
tl;dr
- Unternehmen können finanzielle Unterstützung für Projekte wie Prozessautomatisierung, Cloud-Lösungen, KI-Anwendungen und IT-Sicherheit erhalten.
- Die Förderprogramme richten sich primär an KMU, stehen aber oft auch Startups, Handwerksbetrieben und Solo-Selbstständigen offen.
- Es gibt eine Vielzahl an Programmen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene, die als Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite vergeben werden.
- Die Forschungszulage bietet eine verlässliche steuerliche Alternative, die bis zu 35 % der Kosten für innovative Software- und Entwicklungsprojekte erstattet.
- Coup begleitet den gesamten Beantragungsprozess der Forschungszulage mit einer Erfolgsquote von ca. 90 % auf reiner Erfolgsbasis.
Was fällt alles unter Digitalisierung?
Digitalisierung umfasst alle Prozesse, bei denen analoge Informationen oder Abläufe in digitale Form überführt und durch digitale Technologien verbessert werden. Dazu zählen zum Beispiel:
- Automatisierte Workflows
- Digitale Kommunikation
- Cloud-Lösungen
- Softwareeinsatz in Produktion oder Verwaltung
- Aufbau digitaler Geschäftsmodelle
Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz oder Datenanalyse fällt darunter. Kurz: Alles, was dein Unternehmen digitaler, schneller und effizienter macht, zählt zur Digitalisierung.
Wer hat Anspruch auf Digitalisierungsförderungen?
Anspruch auf Digitalisierungsförderungen haben in Deutschland in erster Linie kleine und mittlere Unternehmen (KMU), häufig definiert durch eine bestimmte Mitarbeiterzahl und Umsatzgröße. Viele Programme richten sich an KMU mit meist 3 bis 499 Beschäftigten und einem Sitz bzw. einer Betriebsstätte in Deutschland.
Je nach Programm können auch Einzelunternehmen, freiberuflich Tätige, Handwerksbetriebe und Solo-Selbstständige förderfähig sein, insbesondere bei Landes‑ oder regionalen Zuschüssen wie der Digitalbonus Bayern. Auch Förderungen für Startups werden angeboten.
Zusätzlich gibt es spezifische Förderungen mit eigenen Kriterien zu Unternehmensgröße, Branche, Sitz, Umsatz oder Projektart.
Welche Förderungen gibt es für Digitalisierung?
In Deutschland unterstützt eine Vielzahl staatlicher Programme Unternehmen bei der Digitalisierung – von der Modernisierung interner Prozesse bis zur Einführung neuer digitaler Technologien.
Die Förderlandschaft ist in länderspezifische, bundesweite und europäische Programme gegliedert, die meist als Zuschüsse, zinsgünstige Kredite oder Beratungsförderungen vergeben werden.
Welche Förderung passt, hängt vomVorhaben, der Unternehmensgröße und vom Standort ab. Im Folgenden ein Überblick über die wichtigsten Digitalförderungen.
Förderprogramme von Bundesländern
Die Bundesländer bieten eigene Digitalisierungsförderprogramme, die lokal ansässige KMUs gezielt unterstützen. Diese Programme richten sich häufig an kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz im jeweiligen Bundesland und decken digitale Investitionen, IT‑Sicherheitsmaßnahmen, Prozessoptimierung oder Beratungsleistungen ab.
Die Förderquoten und Höchstbeträge variieren stark je nach Förderlinie und Bundesland, oft gibt es Zuschüsse bis zu mehreren Zehntausend Euro.
Förderebene | Programm | Max. Zuschuss | Max. Förderquote | Zielgruppe | Laufzeitende |
Bayern | Digitalbonus Bayern | 30.000 Euro | 50 % | Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten und einer Jahresbilanzsumme von höchstens 10 Millionen Euro. | 31.12.2027 |
Berlin | Transfer BONUS Berlin | 45.000 Euro | 70 % | Technologieorientierte KMU mit Sitz oder Betriebsstätte in Berlin. | fortlaufend |
Brandenburg | BIG Digital | 50.000 Euro für Beratung 250.000 Euro für Implementierung 50.000 Euro für Schulungen | 50 % | KMU der gewerblichen Wirtschaft, inklusive Handwerk, mit Sitz oder einer Betriebsstätte im Land Brandenburg. | 30.06.2027 |
NRW | Mittelstand innovativ und Digital (MID) | 15.000 Euro für Investitionen in digitale Produkte 48.000 Euro für die Einstellung von Hochschulabsolventen, die innovative Projekte im Betrieb umsetzen | 80 % für kleine Unternehmen 60 % für mittlere Unternehmen | Unternehmen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen. | n/a |
Einige bekannte Programme, wie etwa die Digitalprämie Berlin oder der Digitalbonus Thüringen, sind teilweise bereits ausgelaufen oder durch ihre hohe Beliebtheit mittlerweile ausgeschöpft. Eine Verlängerung oder erneute Aufnahme dieser Programme ist aktuell noch unklar.
Förderprogramme des Bundes
Der Bund bietet bundesweite Fördermittel für Unternehmen, die Digitalisierungsvorhaben unterstützen, unabhängig vom Bundesland. Dazu gehören Zuschüsse für IT‑Beratung, Prozessdigitalisierung und Qualifizierung von Mitarbeitenden sowie zinsgünstige Kredite für Investitionen.
Einige Programme fördern gezielt kleine und mittlere Unternehmen bei Strategieberatung und IT‑Implementierung. Zudem gibt es staatliche Finanzierungsprogramme zur Entwicklung digitaler Technologien und Innovationen.
Förderebene | Programm | Max. Zuschuss | Max. Förderquote | Zielgruppe |
Bundesweit | BAFA | 2.800 Euro | 80 % | KMU mit weniger als 250 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz unter 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme unter 43 Millionen Euro |
Bundesweit | Cloud Bundesförderung | 25 Mio. Euro | 25 % | Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, Forschungs- und öffentliche Einrichtungen |
Bundesweit | ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit | 200.000 Euro | 100 % | KMUs die mindestens zwei Jahre am Markt sind, mit weniger als 250 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von höchstens 43 Mio. Euro Größere Unternehmen, die sich mehrheitlich im Privatbesitz befinden mit einem Umsatz von maximal 500 Mio. Euro |
Auch auf bundesweiter Ebene sind in den letzten Jahren viele bekannte Förderprogramme ausgelaufen. Ob diese 2026 oder in den kommenden Jahren im Bereich der Digitalisierung nochmals erneuert werden, bleibt abzuwarten.
Förderprogramme der Europäischen Union
Auf EU‑Ebene gibt es Förderprogramme, die die Digitalisierung in ganz Europa vorantreiben. Das zentrale Instrument ist das Digital Europe Programme, das den breiten Einsatz digitaler Technologien in Wirtschaft und Verwaltung unterstützt und z. B. Projekte zu KI, Cybersecurity und digitalen Kompetenzen fördert.
Ergänzend können große Rahmenprogramme wie Horizon Europe oder InvestEU Digitalisierungsvorhaben in Forschung, Innovation und Infrastruktur finanziell unterstützen.
Förderebene | Programm | Zielgruppe | Laufzeitende |
Europa | Digital Europe Programme | Unternehmen, öffentliche Verwaltungen, Privatpersonen mit innovativen Projekten in den Bereichen Supercomputing, KI, Cybersicherheit & Co. | 2027 |
Europa | Connecting Europe Facility – Digital | Unternehmen, öffentliche Verwaltungen, Privatpersonen mit grenzüberschreitenden Infrastrukturprojekten in den Bereichen Verkehr, Energie und Digitales. | 2027 |
Europa | Horizon Europe | Alle Forschenden und Innovatoren mit Projekten zu globalen Herausforderungen wie Klima, Gesundheit und Digitalisierung. | 2027 |
Europa | InvestEU | Alle Forschenden und Innovatoren mit Projekten in Bereichen wie nachhaltige Infrastruktur, Forschung, Digitalisierung, soziale Investitionen und KMU-Wachstum. | 2027 |
Die Forschungszulage als Digitalisierungsförderung
Da immer mehr Programme in den letzten Jahres ausgelaufen sind, empfiehlt es sich, sich auch nach alternativen Finanzierungsformen und Förderungen umzuschauen. Eine davon ist etwa die Forschungszulage.
Die Forschungszulage ist ein steuerlicher Fördermechanismus, der Unternehmen in Deutschland direkt bei der Digitalisierung und technologischen Weiterentwicklung unterstützt: Sie erstattet einen Teil der Forschung- und Entwicklungskosten als Steuergutschrift und erleichtert so Investitionen in neue digitale Produkte, Softwarelösungen und innovative Geschäftsmodelle.
Im Kern gilt: Wer technisch neue Lösungen entwickelt, profitiert von der Forschungszulage. Der Staat erstattet 25 bis 35 Prozent der R&D-Kosten. Pro Jahr sind so Förderungen von bis zu 4,2 Mio. Euro möglich.
Diese Unterstützung gilt ausdrücklich auch für Digitalisierungs- und Softwareprojekte, die Forschungselemente enthalten, also über reine Routine‑Digitalisierung hinausgehen und technologische Unsicherheiten adressieren.
Ein großer Vorteil der Zulage ist ihre Flexibilität: Du kannst die Forschungszulage rückwirkend beantragen und sie verringert effektiv deine Steuerlast oder wird ausgezahlt, wenn keine Steuerschuld besteht.
Du möchtest mehr über die Forschungszulage erfahren? Wir beraten dich gerne in einem persönlichen Termin!
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Wie Coup dich bei innovativen Digitalprojekten unterstützt
Coup macht die Forschungszulage unkompliziert: Wir begleiten dich von der Projektprüfung bis zur steuerlichen Geltendmachung, inklusive Antrag und Dokumentation. So sparst du Zeit und Nerven und kannst dich ganz auf dein innovatives Vorhaben konzentrieren.
Unsere Erfolgsquote liegt bei ca. 90 % und unsere geschulten R&D Consultants stehen dir immer mit Rat und Tat zur Seite. Und das Beste: Die Leistung von Coup kostet dich erst etwas, wenn der Antrag auf Forschungszulage angenommen wurde und du deine Förderung erhalten hast.
Besonders für Startups und KMUs ist das sinnvoll, denn die Forschungszulage stärkt deine Liquidität, unabhängig vom Gewinn. Mit unserer Erfahrung stellen wir sicher, dass dein Antrag reibungslos durchläuft und du das volle Potenzial ausschöpfst. Starte jetzt mit Coup und nutze die Förderung für dein Wachstum.
Häufige Fragen zur Digitalisierungsförderung
Wie hoch ist die Digitalisierungsprämie?
Je nach Bundesland und Förderprogramm können Unternehmen unterschiedlich stark von einer Digitalisierungsförderung profitieren: In Bayern etwa sind für KMU und Soloselbstständige bis zu 30.000 Euro Zuschuss möglich. Bundesweite Initiativen wie die Cloud Bundesförderung bieten sogar Förderbeträge von bis zu 25 Mio. Euro, bei Verbundprojekten auch bis zu 100.000 Euro.
Wie hoch der Zuschuss im Einzelfall ausfällt, hängt meist von der Unternehmensgröße ab – kleinere Betriebe erhalten in der Regel einen höheren prozentualen Anteil.
Welche sind die 4 Dimensionen der Digitalisierung?
Die vier Dimensionen der Digitalisierung sind Prozesse, Organisation, Kultur und Technologie.
- In der Prozess‑Dimension geht es um die Automatisierung und Effizienzsteigerung interner Abläufe.
- Die Organisations‑Dimension betrifft Aufbau und Struktur von Unternehmen.
- In der Kultur‑Dimension stehen Zusammenarbeit, Führung und Mindset im Fokus.
- Die Technologie‑Dimension umfasst digitale Werkzeuge und IT‑Infrastruktur, die Wandel ermöglichen.
Wer profitiert von der Digitalisierung?
Jede Unternehmensgröße, Beschäftigte und Konsumenten profitieren von der Digitalisierung. Unternehmen werden agiler, effizienter und können neue Märkte erschließen, weil digitale Technologien Abläufe optimieren und Wettbewerbsvorteile schaffen.
Mitarbeitende gewinnen Flexibilität, bessere Arbeitsbedingungen und neue Jobchancen durch digitale Arbeitsformen. Auch Verbraucher profitieren von mehr Auswahl, günstigeren Preisen und besserem Service durch digitale Angebote im Alltag.
Insgesamt stärkt Digitalisierung Wirtschaft und Gesellschaft, wenn sie strategisch und inklusiv genutzt wird.