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Nachforderung zur Forschungszulage: Gründe und was du tun kannst

Dein Antrag auf Forschungszulage ist raus & dann kommt die Nachforderung. Hier erfährst du, warum die BSFZ nachhakt und wie du dir die Förderung noch sicherst.

Titelbild Nachforderung zur Forschungszulage
Lisa Wolfrum

Lisa Wolfrum

27.03.2025

tl;dr

  • Eine Nachforderung bedeutet, dass die BSFZ von dir zusätzliche Infos oder Dokumente verlangt, um deinen Antrag abschließend zu prüfen.
  • Nachforderungen werden gestellt, wenn die BSFZ noch Fragen zu deinem Antrag hat – meist nach der ersten Prüfung und mit einer 14-tägigen Frist.
  • Häufige Gründe sind undeutliches Projektziel, fragliche Neuartigkeit, unklare Risiken oder fehlende Planbarkeit deines Vorhabens.
  • Reagiere strukturiert: Halte Fristen ein, liefere klare Antworten, belege deine Aussagen und hole dir bei Bedarf Expertenhilfe.
  • Coup unterstützt dich dabei, Nachforderungen schnell und präzise zu beantworten und maximiert so deine Chancen auf Förderung.

Was bedeutet Nachforderung bei der Forschungszulage?

Eine Nachforderung bei der Forschungszulage bedeutet, dass die BSFZ (Bescheinigungsstelle Forschungszulage) von dir zusätzliche Informationen oder Dokumente verlangt, um deinen Antrag abschließend prüfen zu können.

Oft fehlt es an klaren Nachweisen, warum dein Projekt als förderfähig gilt – zum Beispiel Details zur technischen Unsicherheit oder zum Innovationsgehalt. Keine Panik: Eine Nachforderung ist kein Ablehnungsbescheid! Du hast die Chance, innerhalb einer gesetzten Frist nachzuliefern und deinen Antrag zu retten.

Wann können Nachforderungen von der BSFZ gestellt werden?

Die BSFZ stellt eine Nachforderung, wenn dein Antrag unvollständig ist, wichtige Details fehlen oder die Abgrenzung zur gewöhnlichen Produktentwicklung unklar bleibt. Dies passiert in der Praxis bei rund einem Drittel der Anträge.

Meist erhältst du die Nachforderung nach der ersten inhaltlichen Prüfung, bevor die BSFZ eine finale Entscheidung trifft. Du bekommst dann eine Frist von 14 Tagen gesetzt, um die geforderten Informationen oder Dokumente nachzureichen. Nutze diese Chance, um deinen Antrag sauber nachzubessern – sonst droht eine Ablehnung.

Was sind Gründe für eine Nachforderung der Forschungszulage?

Du hast deinen Antrag abgeschickt und plötzlich flattert eine Nachforderung der BSFZ ins Postfach? Keine Sorge, das passiert häufiger, als du denkst. Meistens liegt es daran, dass bestimmte Informationen unklar oder unvollständig sind. Hier erfährst du die häufigsten Gründe, warum die BSFZ nachhakt – und worauf du beim nächsten Mal achten solltest.

Undeutliches Projektziel

Wenn dein Projektziel schwammig formuliert ist, wird die BSFZ stutzig. Sie möchte genau verstehen, worauf du mit deinem Forschungs- oder Entwicklungsprojekt hinarbeitest. Allgemeine Aussagen wie „wir entwickeln eine innovative Software“ reichen nicht.

Stattdessen solltest du konkret beschreiben, welches Problem du löst, welche technischen Funktionen im Fokus stehen und was das Endergebnis sein soll. Je klarer und präziser dein Ziel, desto geringer die Chance auf eine Nachforderung.

Fragliche Neuartigkeit

Einer der häufigsten Nachforderungsgründe: Die BSFZ zweifelt an der Neuartigkeit deines Vorhabens. Reicht es für die Förderfähigkeit aus, was du entwickelst? Wenn du nicht belegst, warum dein Projekt über den aktuellen Stand der Technik hinausgeht, klingeln bei der Prüfstelle die Alarmglocken.

Hier hilft es, konkrete Vergleiche zu bestehenden Lösungen zu ziehen und klar herauszustellen, was dein Projekt einzigartig macht.

Unklare Risiken

Forschung und Entwicklung sind immer mit Unsicherheiten verbunden – und genau das will die BSFZ sehen. Wenn du keine technischen oder wissenschaftlichen Risiken beschreibst, wirkt dein Projekt schnell wie Routinearbeit.

Also: Welche Herausforderungen könnten auftreten? Wo ist der Ausgang offen?  Beschreibe mögliche Hürden nachvollziehbar. Das zeigt, dass dein Vorhaben echtes F&E-Potenzial hat.

Intransparente Planbarkeit

Ein weiterer Stolperstein: Dein Antrag lässt offen, wie dein Projekt ablaufen soll. Fehlen ein klarer Zeitplan, Meilensteine oder methodische Ansätze, wirkt das Ganze wenig durchdacht.

Die BSFZ erwartet eine strukturierte Darstellung – zum Beispiel eine klare Unterscheidung zwischen internen und externen Arbeitspaketen. Transparenz in der Planung signalisiert: Hier steckt ein solides, förderwürdiges Konzept dahinter.

Abgrenzung zur Routineentwicklung

Ein häufiger Grund für Nachfragen ist die Vermutung der BSFZ, es handle sich um eine gewöhnliche Produktentwicklung statt um echte Forschung. Wenn die Prüfer glauben, dass ein erfahrener Fachmann das Problem mit marktüblichen Standard-Tools oder bekanntem Fachwissen lösen könnte, wird der Antrag kritisch hinterfragt.

Hier musst du klar darlegen, warum bestehende Bibliotheken, Frameworks oder Standardverfahren eben nicht ausreichten. Es muss deutlich werden, dass eine eigene schöpferische Leistung erbracht wurde, die über das hinausgeht, was man heute als „Stand der Technik“ einfach einkaufen oder anwenden kann.

Was sollte man bei einer Nachforderung zur Forschungszulage tun?

Eine Nachforderung ist erstmal kein Grund zur Panik – sie ist deine Chance, deinen Antrag nachzubessern. Wichtig ist, dass du jetzt strukturiert und präzise reagierst. Hier zeigen wir dir die wichtigsten Schritte, um souverän auf eine Nachforderung der BSFZ zu antworten und die Forschungszulage doch noch zu sichern.

Fristen streng einhalten

Die BSFZ setzt dir in der Regel eine 14-tägige Frist für die Nachreichung. Diese Frist ist verbindlich – verpasst du sie, riskierst du eine Ablehnung deines Antrags aus formellen Gründen.

Unser Tipp: Reagiere möglichst frühzeitig, um genug Zeit für die Aufbereitung der Informationen zu haben. Eine Fristverlängerung ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. Dies kann unter Umständen der Fall sein, wenn der Antragsteller zum Zeitpunkt der Nachreichung keinen direkten Ansprechpartner für die BSFZ hat – etwa durch unvorhergesehene Krankheit oder unaufschiebbare Abwesenheiten.

Aber Vorsicht: Verlasse dich nicht auf solche Ausnahmen. Dokumentiere deine Projekte am besten laufend, damit du bei einer Nachforderung alle technischen Details sofort griffbereit hast und nicht erst unter Zeitdruck mit der Recherche beginnen musst.

Klare Antworten liefern

Vage Formulierungen oder unnötige Ausschweifungen bringen dich hier nicht weiter. Die BSFZ möchte konkrete, nachvollziehbare Antworten auf ihre Nachfragen.

Beziehe dich direkt auf die Punkte, die im Schreiben aufgeführt sind, und bleib dabei präzise. Strukturiere deine Antwort logisch, damit der Leser schnell erkennt: Dein Projekt erfüllt die Anforderungen – und zwar ohne Interpretationsspielraum.

Relevante Nachweise beifügen

Fehlen Nachweise oder entspricht dein Antrag nicht der Dokumentationspflicht der Forschungszulage? Dann solltest du sie jetzt unbedingt nachreichen. Besonders wirkungsvoll sind Architekturschaubilder, Versuchsberichte, Patentanmeldungen, Fehlermeldungen (als Beleg für Risiken) oder Ausschnitte aus dem Lastenheft.

Wichtig: Nur relevante und verständlich aufbereitete Unterlagen beilegen – zu viele unnötige Dokumente verwässern deine Argumentation und sorgen für Verwirrung. Die Nachweise müssen gezielt die Fragen der Prüfer beantworten und den technischen Kern des Problems belegen.

Unterstützung durch Experten einholen

Gerade bei komplexeren Nachforderungen lohnt es sich, Experten für die Forschungszulage einzubeziehen. Fördermittelberater wissen genau, worauf die BSFZ achtet, und helfen dir, deine Antworten optimal aufzubereiten.

So vermeidest du typische Fehler und erhöhst die Chance, dass dein Antrag nachgebessert problemlos durchgeht. Bei Coup stehen wir dir dabei natürlich gerne zur Seite!

Du möchtest mehr über die Erfolgsfaktoren zum Erhalt der Forschungslage erfahren? Lese hier unsere acht Tipps für deine erfolgreiche Forschungszulage!

Wie hilft Coup bei Nachforderungen?

Coup unterstützt dich dabei, Nachforderungen der BSFZ schnell und präzise zu beantworten, damit dein Antrag nicht ins Stocken gerät. Da wir genau wissen, welche Formulierungen die BSFZ-Prüfer bei Themen wie KI, Software-Architektur oder Materialforschung erwarten, können wir deinen Antrag gezielt nachschärfen. Wir prüfen im Detail, welche technischen Informationen fehlen, und übersetzen deine Experten-Sprache in die Sprache der Förderrichtlinien.

Außerdem helfen wir dir, relevante Nachweise zusammenzustellen und alles fristgerecht einzureichen.

Kurz gesagt: Du musst dich nicht durch bürokratische Formulierungen quälen – wir übernehmen die Kommunikation, damit deine Forschungszulage sicher bewilligt wird. So sparst du Zeit, Nerven und maximierst deine Förderchancen.

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