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FuE Förderung: So funktioniert die Forschungszulage in Deutschland

Die Forschungszulage ist für alle Unternehmen, die Forschung und Entwicklung durchführen, eine attraktive Möglichkeit R&D Kosten zu reduzieren. In diesem Blog Post erklären wir euch 1) was die Forschungszulage ist, 2) wie sie funktioniert und 3) für wen sie in Frage kommt.

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Gunnar Hassel

27.05.2022

tl;dr

  • Die Forschungszulage ist eine steuerliche Förderung für Forschung und Entwicklung.
  • Sie ist vor allem für innovative und technologieorientierte StartUps und KMU interessant.
  • Dein Unternehmen erhält 25 Prozent der Lohnkosten bei eigenen und 15 Prozent der Sach- und Personalkosten bei beauftragten Forschungsprojekten erstattet.
  • Um die Förderkriterien zu erfüllen, muss dein Forschungsvorhaben neuartig, ergebnisoffen, kreativ, systematisch und reproduzierbar sein.
  • Die Forschungszulage wird bei der Bescheinigungsstelle beantragt.
  • Bei der Dokumentation musst du darauf achten, die Arbeitsaufwände für dein Forschungsprojekt und Routinetätigkeiten klar voneinander zu trennen.

Wenn dein Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung – kurz: FuE – aktiv ist, solltest du unbedingt weiterlesen. Das Thema Forschungszulagengesetz (FZulG) mag auf den ersten Blick trocken wirken – doch es lohnt sich für viele StartUps und KMUs, sich näher damit zu befassen. Denn bei der Forschungszulage (FZul) bezuschusst dir der Staat bis zu 25 Prozent deiner Personalaufwendungen – und das auch rückwirkend. Wie dieses Fördermittel des Ministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) funktioniert, erfährst du hier!

Was ist die Forschungszulage?

Kurz gesagt: Die Forschungszulage ist eine staatliche Förderung für Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Sie basiert auf dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung – auch als Forschungszulagengesetz bezeichnet – das es seit dem 1. Januar 2020 gibt. Die Forschungszulage dient als Instrument zur Forschungsförderung und soll Unternehmen motivieren, in innovative Forschungsvorhaben zu investieren. Die Förderung umfasst eine beachtliche Größenordnung: Mit dem staatlichen Zuschuss können Unternehmen pro Jahr bis zu eine Million Euro einsparen.

Wie funktioniert die Forschungszulage in Deutschland?

Bei der Forschungszulage handelt es sich um eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung. Sie bezieht sich direkt auf die Personalkosten im Rahmen von Forschungsprojekten, die dein Unternehmen durchführt oder durchführen lässt. Im ersten Schritt musst du die Forschungszulage beantragen und die Förderfähigkeit deines FuE-Vorhabens bestätigen lassen. Die Bestätigung erhältst du von der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ).

Für wen ist die Forschungszulage interessant?

Das Schöne an der Forschungszulage: Sie ist für jeden Betrieb interessant, der Forschungsprojekte durchführt oder beauftragt – und zwar unabhängig von seiner Größe! Vor allem für technologieorientierte StartUps und innovative Unternehmen aus dem Mittelstand ist die Forschungszulage spannend.

Sogar als StartUp, das noch keinerlei Umsätze erzielt, kannst du von der Forschungszulage profitieren. Dabei werden deinem Unternehmen bis zu 25 Prozent der förderfähigen Personalaufwendungen erstattet - bis zu einer Million Euro pro Jahr. Die Forschungsvorhaben müssen nicht einmal in deinem eigenen Unternehmen stattfinden.

Wenn du Forschungsprojekte bei externen Forschungseinrichtung in Auftrag gibst, bist du als Auftraggeber ebenfalls anspruchsberechtigt. In diesem Fall werden 15 Prozent der externen Personal- und Sachkosten übernommen. Das macht die Forschungszulage in Deutschland auch für kleine und mittelständische Unternehmen interessant, die selbst keine eigene Forschungsabteilung unterhalten.

Und: Deine Forschung muss nicht erfolgreich sein, um die Fördergelder der Forschungszulage zu bekommen! Tatsächlich ist das technologische Risiko sogar ein wichtiges Kriterium für die Fördermittelvergabe.

In der Praxis ist die Forschungszulage vor allem für Unternehmen aus den folgenden Branchen interessant:

  • Software und Künstliche Intelligenz
  • Gesundheit, Pharma und Medizintechnik
  • Biotechnologie
  • Hardware und Robotik
  • Food Tech
  • Nachhaltigkeit und Energiewirtschaft
  • Mobilität und Automotive

Bist du dir unsicher, ob die Forschungszulage zu euch passt? Trage dich einfach auf unserer Website ein und wir finden gemeinsam in einem kurzen, unverbindlichen Gespräch eure Förderchancen heraus!

Was sind die Förderkriterien der Forschungszulage?

Logisch – wenn der Staat dir Fördergeld gibt, möchte er, dass dein Unternehmen einige Kriterien erfüllt. Die Förderkriterien für die Forschungszulage sind im § 2 des Forschungszulagengesetzes geregelt und beziehen sich direkt auf dein Forschungsprojekt. Insgesamt gibt es fünf Kriterien, die wir hier für dich kurz zusammenfassen:

  1. Ungewiss: Das Ergebnis der Forschungsarbeit muss ungewiss sein. Dieses Kriterium ist für die Bewilligung der Forschungszulage zentral – ohne technologisches Risiko ist dein Projekt nicht förderfähig. Im Klartext heißt das: Du musst bereit sein, mit deinem Projekt auch krachend vor die Wand zu fahren!
  2. Neuartig: Dein Forschungsvorhaben muss darauf ausgerichtet sein, Erkenntnisse zu gewinnen oder Lösungen zu entwickeln, die für die gesamte Branche neuartig sind. Wenn du zum Beispiel neuartige Produkte oder ein bahnbrechendes Herstellungsverfahren entwickelst, erfüllst du dieses Kriterium. Routinetätigkeiten, die nicht über den aktuellen Stand der Technik hinausgehen, werden nicht gefördert.
  3. Schöpferisch: Neben der Neuartigkeit muss bei deinem Forschungsprojekt auch eine schöpferische Leistung vorhanden sein. Einer unserer Kunden bei Coup hat beispielsweise einen veganen Thunfisch aus Meeresalgen entwickelt - ganz schön kreativ!
  4. Systematisch: Dein Forschungsprojekt muss einem Plan mit sinnvollen Zwischenzielen und Meilensteinen folgen und systematisch durchgeführt werden. Du solltest auch eine klare Budgetierung haben.
  5. Reproduzierbar: Dieser Punkt versteht sich fast von selbst – damit du die Ergebnisse deiner Forschungsarbeit für dein Unternehmen nutzbar machen kannst, müssen die Ergebnisse natürlich übertragbar sein.

Merke: Reine Routinetätigkeiten werden in der Regel nicht mit der Forschungszulage gefördert.

Was muss man bei der Dokumentation beachten?

Wenn der Staat dir Fördermittel gibt, verlangt er dafür im Gegenzug natürlich auch Nachweise. Wenn also deine Personalkosten im Rahmen eines Forschungsprojektes gefördert werden, musst du den Personalaufwand dokumentieren. Wichtig: In der Dokumentation dürfen nur die tatsächlich in dem FuE-Vorhaben geleisteten Arbeitsstunden erfasst werden und keine Routinetätigkeiten, die Mitarbeitende erledigen.

Das BMF stellt für die Forschungszulage spezielle Musterstundenzettel zur Verfügung, die dir die transparente Dokumentation erleichtern – die Nutzung ist aber nicht verbindlich. Hast du bereits ein Tool zur projektbezogenen Zeiterfassung, kannst du auch dieses verwenden. In den Aufzeichnungen müssen die Arbeitsstunden und die Lohnkosten nachvollziehbar sein.

Wenn du es dir ganz einfach machen und auf Nummer sicher gehen willst, dass die Dokumentation wasserfest ist, nutze einfach die Dokumentationsfunktion auf der Coup Plattform. Um mehr darüber zu erfahren wie Coup dich bei der Forschungszulage unterstützen kann, trage dich einfach hier ein und wir melden uns bei dir.

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Förderberatung ist keine Rechtsberatung gem. § 3 RDG und keine Hilfeleistung in Steuersachen gem. § 1 StBerG.